Kostenlose Gesundheitsrechner

Dreizehn kostenlose Rechner helfen Ihnen, Ihren Körper, Ihr Essen und Ihre Bewegung besser zu verstehen: vom BMI und Bauchumfang bis zu Kalorien, Schritten und Puls. Sie laufen privat in Ihrem Browser, und zu jedem gehört ein verständlicher Ratgeber, was das Ergebnis aussagt und was nicht.

Verfasst von: Geert Jan Brugman, Gründer
Zuletzt geprüft: · 12 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • 13 kostenlose Rechner in vier Gruppen: Körper und Gewicht, Essen und Energie, Bewegung sowie Schwangerschaft.
  • Für jeden Körper gemacht: Die Rechner akzeptieren höhere Gewichte als viele andere Online-Tools und funktionieren in Kilogramm oder Pfund.
  • Zu jedem Ergebnis gibt es einen Ratgeber, der die Formel, ihre Grenzen und mögliche nächste Schritte erklärt.
  • Zahlen sind Orientierung, kein Urteil. Sie helfen beim Wahrnehmen und Planen, sagen aber nie etwas über Ihren Wert aus.
  • Nichts wird gespeichert. Die Berechnung läuft in Ihrem eigenen Browser, Ihre Angaben erreichen uns nie.

Wofür sind unsere Gesundheitsrechner da?

Unsere Rechner machen aus ein paar einfachen Messwerten Informationen, mit denen Sie etwas anfangen können. Sie beantworten Alltagsfragen wie „Ist mein Bauchumfang ein Gesundheitsrisiko?“, „Wie viele Kalorien braucht mein Körper?“ oder „Was hat dieser Spaziergang wirklich gebracht?“.

Wir haben sie entwickelt, weil sich viele Online-Rechner kühl anfühlen, ab einem bestimmten Gewicht nicht mehr funktionieren oder zu extremen Diäten drängen. Unsere unterscheiden sich in drei Punkten.

Erstens ist jedes Tool kostenlos und funktioniert auch für größere Körper. Zweitens kommen die Ergebnisse mit ehrlicher Einordnung, auch dann, wenn eine Zahl weniger verlässlich ist. Drittens dreht sich der Rat danach immer um gutes Essen, passende Bewegung und Gehen, auf einem Niveau, das heute zu Ihnen passt.

Keiner der Rechner stellt eine Diagnose. Die Lancet-Kommission zur klinischen Adipositas betonte, dass Gesundheit danach beurteilt werden sollte, wie Körper und Alltag beeinträchtigt sind, und nicht nach einer einzelnen Kennzahl. Sehen Sie die Ergebnisse als hilfreichen Ausgangspunkt.

Rechner für Körper und Gewicht

Diese sechs Tools beschreiben Ihre Körpergröße und Körperform und helfen Ihnen, Veränderungen über die Zeit zu verfolgen. Wenn Sie nur zwei ausprobieren möchten, beginnen Sie mit dem BMI und dem Taille-Größe-Verhältnis.

Rechner für Essen und Energie

Diese vier Tools helfen Ihnen, Mahlzeiten und Getränke zu planen. Sie schätzen, was Ihr Körper braucht, damit Sie Veränderungen ohne Rätselraten und ohne zu starke Einschränkung angehen können.

Der Kaloriendefizit-Rechner schlägt nie weniger als 1.200 kcal pro Tag für Frauen oder 1.500 kcal für Männer vor. Wer ohne ärztliche Begleitung weniger isst, bekommt kaum genug Nährstoffe und hält das selten lange durch.

Rechner für Bewegung

Diese zwei Tools zeigen, was Ihre Aktivität bringt und wie stark Sie sich anstrengen sollten. Sie sind besonders nützlich, wenn Sie mit Gehen oder unseren Start-Workouts beginnen.

Rechner für die Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist keine Zeit für Diäten. Dieses Tool zeigt, wie viel Gewichtszunahme gesund ist, ausgehend von Ihrem Gewicht vor der Schwangerschaft.

Folgen Sie immer dem Rat Ihrer Hebamme oder Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes. Unsere Seite zu Adipositas und Schwangerschaft erklärt, welche zusätzliche Betreuung Sie erwarten können.

Welcher Rechner beantwortet welche Frage?

Jeder Rechner beantwortet eine klare Frage, und jeder hat Grenzen, die Sie kennen sollten. Die Tabelle stellt alle dreizehn nebeneinander.

Unsere kostenlosen Rechner: was jeder Ihnen sagt und wo seine wichtigsten Grenzen liegen
RechnerWas er Ihnen sagtWichtigste GrenzenÖffnen
BMIIhr Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße, mit KategorieZeigt nicht, wo das Fett sitzt oder wie viel Muskel Sie haben; stellt keine Krankheit festBMI-Rechner
IdealgewichtEinen Gewichtsbereich, der zu Ihrer Größe passtEin Bereich für die meisten Erwachsenen, kein persönliches Ziel; im höheren Alter zählt ein stabiles Gewicht mit guter Kraft oft mehrIdealgewicht-Rechner
Taille-Größe-VerhältnisOb Ihr Taillenumfang auf ein zusätzliches Gesundheitsrisiko hinweistBraucht eine sorgfältige Messung mit dem Maßband an der richtigen Stelle; nicht in der SchwangerschaftWHtR-Rechner
KörperfettEine Schätzung Ihres Körperfettanteils aus MaßbandmessungenEine Schätzung, kein Scan; kleine Messfehler verändern das ErgebnisKörperfett-Rechner
AbnehmenWann Sie ein Ziel bei gleichmäßigem Tempo pro Woche erreichen könntenGeht von einer geraden Linie aus; in Wirklichkeit wird die Abnahme mit der Zeit langsamerAbnehmrechner
Gewichtsverlust in ProzentWie viel Sie abgenommen haben, und Ihre Etappen bei 5, 10 und 15 %Zählt nur Kilos; Fett, Muskeln und Wasser werden nicht getrenntProzent-Rechner
KalorienbedarfDie Energie, die Ihr Körper in Ruhe und an einem normalen Tag verbrauchtEine Formel auf Basis von Durchschnittswerten; Ihr eigener Bedarf kann höher oder niedriger seinKalorienbedarfsrechner
KaloriendefizitEin tägliches Kalorienziel für sanftes AbnehmenGeht nie unter 1.200 kcal (Frauen) oder 1.500 kcal (Männer); nicht in der SchwangerschaftKaloriendefizit-Rechner
MakrosBereiche für Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß und BallaststoffeAllgemeine Bereiche; Menschen mit Nierenerkrankung müssen Eiweiß eventuell begrenzenMakro-Rechner
WasserbedarfWie viel Sie täglich trinken sollten, mit Zuschlag für Sport und HitzeBei Herz- oder Nierenerkrankungen legt eventuell Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Trinkmenge festWasserbedarf-Rechner
KalorienverbrauchDie Energie, die Sie beim Gehen und bei anderen Aktivitäten verbrauchenBeruht auf Durchschnittswerten pro Aktivität; Ihr tatsächlicher Verbrauch kann abweichenKalorienverbrauch-Rechner
PulszonenLeichte, mittlere und intensive Pulsbereiche, passend zu Ihrem AlterNutzt einen geschätzten Maximalpuls; Medikamente wie Betablocker verändern Ihren PulsPulszonen-Rechner
Gewichtszunahme in der SchwangerschaftEine gesunde Zunahme insgesamt und pro Woche, ausgehend vom Gewicht vor der SchwangerschaftNur für ein Baby; das letzte Wort haben Ihre Hebamme oder Ihre Ärztin bzw. Ihr ArztSchwangerschafts-Rechner

Die Formeln hinter den Rechnern stammen aus großen Studien. So erkannte das Taille-Größe-Verhältnis in einer Übersichtsarbeit über 31 Studien mit mehr als 300.000 Erwachsenen Risiken wie Diabetes und Bluthochdruck besser als der BMI oder der Taillenumfang allein.

Für den täglichen Kalorienbedarf nutzen wir die Mifflin-St-Jeor-Formel. Eine Expertenübersicht fand sie unter den gängigen Formeln am verlässlichsten: Sie lag bei mehr Menschen als die anderen innerhalb von 10 % des gemessenen Ruheumsatzes. Abweichungen von mehr als 10 % kommen bei manchen Menschen trotzdem vor.

Der Maximalpuls wird als 208 minus 0,7 mal Ihr Alter geschätzt. Diese Formel stammt aus 351 Studien mit 18.712 gesunden Erwachsenen, und Ihr eigener Maximalpuls kann höher oder niedriger liegen.

Auch bei Abnehmrechnern ist Vorsicht nötig. Forschende zeigten, dass die alte Regel von 3.500 kcal pro amerikanischem Pfund (0,45 kg) die Abnahme über die Zeit deutlich überschätzt, weil sich der Körper anpasst. Sehen Sie jedes Zieldatum als grobe Orientierung.

Wie bekommen Sie verlässliche Ergebnisse?

Ein Rechner ist nur so gut wie die Zahlen, die Sie eingeben. Ein paar Gewohnheiten machen Ihre Ergebnisse deutlich aussagekräftiger.

  • Messen Sie jedes Mal gleich. Dieselbe Waage, dasselbe Maßband, dieselbe Tageszeit, am besten morgens vor dem Frühstück.
  • Nehmen Sie Ihre Größe ohne Schuhe. Wenn Sie seit Jahren nicht gemessen wurden, bitten Sie jemanden um Hilfe oder messen Sie an einer Wand.
  • Achten Sie auf den Verlauf, nicht auf einzelne Werte. Das Gewicht schwankt von Tag zu Tag durch Flüssigkeit und Essen. Ein monatlicher Blick zeigt die tatsächliche Richtung.
  • Lesen Sie den Ratgeber unter jedem Tool. Er erklärt die Formel, wer vorsichtig sein sollte und wie Sie Ihr Ergebnis deuten.

Freundlich mit Zahlen umgehen

Zahlen über den eigenen Körper können starke Gefühle auslösen. Viele Menschen mit Adipositas haben ihren BMI schon in einem Ton gehört, der sich wie ein Vorwurf anfühlte. Das sollte nie passieren, und hier passiert es nicht.

Ein Ergebnis ist eine Orientierung, kein Urteil. Es misst weder Ihren Einsatz noch Ihren Charakter oder Ihren Wert. Das Gewicht wird von Genen, Schlaf, Stress, Medikamenten, Einkommen und dem Essensangebot um uns herum geprägt, wie unsere Seite zu den Ursachen von Adipositas zeigt.

Es hilft, Veränderungen anzustreben, die Sie spüren, nicht nur eine Zahl. In einer großen Studie mit Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes verbesserten schon 5 bis 10 Prozent weniger Körpergewicht bei vielen den Blutzucker, den Blutdruck und die Blutfette. Bessere Fitness, besserer Schlaf und bessere Stimmung zählen genauso.

Auch Ihre Taille kann durch regelmäßige Bewegung schmaler werden, selbst wenn die Waage gleich bleibt, wie ein Expertenkonsens festhielt. Das ist echter Fortschritt.

Wenn Zahlen über Ihren Körper bei Ihnen eher Verzicht, Essanfälle oder Belastung auslösen oder Sie eine Essstörung hatten, dürfen Sie diese Tools gern auslassen. Sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrem Behandlungsteam, die das Nötige auf sichere Weise im Blick behalten können.

Wenn Sie schwanger sind, Diabetes haben oder Medikamente gegen Bluthochdruck oder für den Blutzucker nehmen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie Ihre Ernährung oder Bewegung umstellen.

Wird gespeichert, was Sie eingeben?

Alle Berechnungen finden auf Ihrem eigenen Smartphone, Tablet oder Computer statt. Wenn Sie auf „Berechnen“ tippen, läuft die Rechnung in Ihrem Browser und das Ergebnis erscheint auf Ihrem Bildschirm.

Ihr Gewicht, Ihre Größe, Ihr Alter und andere Angaben werden nicht an Obesity Foundation gesendet, nicht in einer Datenbank abgelegt und mit niemandem geteilt. Schließen Sie die Seite, und sie sind weg.

Wenn Sie Ihre Fortschritte festhalten möchten, können Sie das im kostenlosen Obesity Foundation Club tun, wo Sie selbst entscheiden, was Sie eintragen.

Wo bekommen Sie nach Ihrem Ergebnis kostenlose Hilfe?

Eine Zahl nützt nur, wenn daraus ein Schritt wird, den Sie gehen können. Obesity Foundation ist gemeinnützig, und alles, was wir anbieten, ist kostenlos.

Sie suchen eine Ärztin, einen Arzt, eine Ernährungsfachkraft oder eine Gruppe in Ihrer Nähe? Unsere Seite Hilfe finden zeigt, wo Sie anfangen können.

Häufige Fragen

Sind diese Rechner wirklich kostenlos?

Ja. Jeder Rechner ist kostenlos nutzbar, ohne Konto, ohne Bezahlung und ohne Werbung. Obesity Foundation ist gemeinnützig, und auch alle anderen Angebote, darunter der Ernährungsplan, die Workout-Videos und die Videogespräche (auf Englisch), sind kostenlos.

Speichern Sie die Zahlen, die ich eingebe?

Nein. Die Berechnungen laufen in Ihrem eigenen Browser. Ihr Gewicht, Ihre Größe und andere Angaben werden weder an uns noch an andere gesendet, und nach dem Schließen der Seite ist nichts mehr gespeichert.

Mit welchem Rechner sollte ich anfangen?

Die meisten beginnen mit dem BMI-Rechner und dem Rechner für das Taille-Größe-Verhältnis, weil beide zusammen ein schnelles, faires Bild des gewichtsbezogenen Gesundheitsrisikos geben. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen möchten, ist der Kalorienbedarfsrechner ein guter nächster Schritt.

Können die Rechner den Rat meiner Ärztin oder meines Arztes ersetzen?

Nein. Sie liefern Schätzungen auf Grundlage von Durchschnittswerten aus großen Studien. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Blutwerte, Blutdruck, Ihre Medikamente und Ihre Vorgeschichte einbeziehen, die kein Rechner sieht. Nutzen Sie Ihre Ergebnisse als Ausgangspunkt für dieses Gespräch.

Quellen

  1. Rubino F et al. – Definition and diagnostic criteria of clinical obesity, The Lancet Diabetes & Endocrinology Commission (2025, auf Englisch)
  2. Wing RR et al. – Benefits of modest weight loss in improving cardiovascular risk factors in overweight and obese individuals with type 2 diabetes, Diabetes Care (2011, auf Englisch)
  3. Ross R et al. – Waist circumference as a vital sign in clinical practice, Nature Reviews Endocrinology (2020, auf Englisch)
  4. Ashwell M, Gunn P, Gibson S – Waist-to-height ratio is a better screening tool than waist circumference and BMI for adult cardiometabolic risk factors: systematic review and meta-analysis, Obesity Reviews (2012, auf Englisch)
  5. Frankenfield D, Roth-Yousey L, Compher C – Comparison of predictive equations for resting metabolic rate in healthy nonobese and obese adults: a systematic review, Journal of the American Dietetic Association (2005, auf Englisch)
  6. Tanaka H, Monahan KD, Seals DR – Age-predicted maximal heart rate revisited, Journal of the American College of Cardiology (2001, auf Englisch)
  7. Thomas DM et al. – Can a weight loss of one pound a week be achieved with a 3500-kcal deficit? Commentary on a commonly accepted rule, International Journal of Obesity (2013, auf Englisch)

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